Homöopathie

Homöopathie ist nicht neu…

„Ich glaube jetzt eifriger denn je an die Lehre des wundersamen Arztes, seitdem ich die Wirkung einer allerkleinsten Gabe so lebhaft gefühlt und immer wieder empfinde.“

Dies schrieb Johann Wolfgang von Goethe in einem Brief vom 2. September 1820 über die Homöopathie und ihren Erfinder, den „Doctor Hahnemann in Leipzig“.

Homöopathie Allgäu

Homöopathie, eine echte Alternative

Die Homöopathie ist eine eigenständige, wissenschaftliche Heilmethode, die vor mehr als 200 Jahren von dem deutschen Arzt und Apotheker Samuel Hahnemann gefunden und entwickelt wurde.

Dank ihrer sanften, gut verträglichen Wirksamkeit ist sie heute beliebt, geschätzt und auf der ganzen Welt bekannt.

Zwischen der von Hahnemann entwickelten homöopathischen Behandlungsweise und der an den Universitäten gelehrten konventionellen oder „allopathischen“ Medizin, die oft und auch in diesen Ausführungen als „Schulmedizin“ bezeichnet wird, bestehen große Unterschiede.

Auch wenn sich beide Heilmethoden im Laufe der letzten 200 Jahre verändert und weiterentwickelt haben, sie repräsentieren auch heute noch zwei deutlich unterschiedliche Herangehensweisen an die Frage: Woran genau leidet der zu behandelnde Mensch? Wie war sein Weg in dieses Leid hinein? Wie kann dieses Leiden gelindert oder sogar geheilt werden?

Im Folgenden möchte ich Ihnen noch ein wenig mehr darüber berichten, auf welche Weise sich nach meinem Verständnis Schulmedizin und Homöopathie voneinander unterscheiden.

Als schulmedizinisch ausgebildeter Arzt habe ich nach einigen Berufsjahren begonnen, mich für die Homöopathie zu interessieren und bin heute sehr dankbar dafür, dass ich beide Heilmethoden mittlerweile intensiv kennenlernen durfte.

Die schulmedizinische Sicht auf den kranken Menschen ist heute mehr denn je eine funktionell-mechanische und ähnelt, in immer mehr Fachgebiete zersplittert, einem Reparaturbetrieb. Der Arzt begreift den kranken Menschen in diesem Sinne als eine kaputte Maschine. Dank des technischen und wissenschaftlichen Fortschrittes stehen heute beeindruckende Möglichkeiten zur Verfügung, um immer feineren und versteckten „Fehlern“ des „Apparates Mensch“ auf die Spur zu kommen.

Dazu gibt es ein immer größer werdendes Arsenal an Medikamenten und Geräten für die dann folgende Schadensbehebung und die Beseitigung der Symptome.

Die meisten Menschen werden schon mindestens einmal dankbar gewesen sein für diesen medizinischen Fortschritt, der an dieser Stelle ausdrücklich gewürdigt werden soll.

Warum dann noch Homöopathie?

Eine Erfahrung, die ich mit vielen Kollegen teile ist die, dass die Schulmedizin in Fällen akuter Erkrankungen mit deutlich sichtbaren und physikalisch messbaren Abweichungen von einem zuvor festgelegten „Normwert“ besonders gut funktioniert. Oft kann mit Medikamenten oder geeigneten technischen Hilfsmitteln ein Symptom beseitigt und der alte Zustand gefühlter Gesundheit wiederhergestellt werden.

Die jahrelange Arbeit als Hausarzt hat mir gezeigt, dass die Schulmedizin regelmäßig dann an ihre Grenzen stößt, wenn die Beschwerden der Patienten weniger leicht fassbar, nicht messbar, nicht einzuordnen sind. Wenn keine oder nur wenige Abweichungen von eindeutigen Normwerten vorliegen.

Nun ist dies aber in der hausärztlichen Praxis bei dem weitaus größten Teil der Menschen, die Rat und Hilfe suchen, so. Viele Menschen wenden sich immer wieder an den Arzt, weil sie seit Jahren bestehende oder seit Jahren immer wiederkehrende Beschwerden haben. Auch kommen viele Menschen mit akuten und heftigen Beschwerden zum Arzt, ohne dass sich eine klare Diagnose nach den Kriterien der Schulmedizin stellen ließe.

Für diese, in der hausärztlichen Praxis also sehr häufigen „Fälle“ bietet die Homöopathie oftmals eine sehr gute Alternative.

Die wichtigste Aufgabe des homöopathischen Arztes ist es, die Gesamtheit aller Symptome eines Patienten zu erfassen und im Detail zu verstehen. Was macht genau dieses Krankheitsbild aus, was macht es einzigartig? In Bezug auf die konkret geschilderten Beschwerden muss herausgefunden werden, wo die Beschwerden sich genau befinden, wie sie sich anfühlen, wodurch die gebessert und wodurch sie verschlechtert werden. Gehören Symptome, die in ganz unterschiedlichen Körperregionen empfunden werden, vielleicht zusammen? Gehören die körperlichen Symptome und die geschilderte, seelisch-geistige Befindlichkeit zusammen?

Die Aufgabe besteht darin, die Beschwerden eines Menschen ganzheitlich zu verstehen.

Gerade bei der Behandlung chronischer Erkrankungen gilt es, den Blick auf die folgenden Fragen zu lenken: Was ist das für ein Mensch, der diese Krankheit hat? Wie ist seine körperliche und wie ist seine geistige, also seine Gemütskonstitution?

Das Ziel dieser sehr ausführlichen Betrachtung ist es, aus dem homöopathischen Arzneischatz dasjenige Mittel herauszusuchen, dass zur Gesamtheit der Symptome am besten passt.

Dies erfolgt ebenfalls nach handfesten, bewährten Kriterien, dem sogenannten Gesetz der Ähnlichkeit.

Wenn Sie mehr über das Vorgehen und die Wirkungsweise der Homöopathie wissen möchten, sprechen Sie mich mit Ihren konkreten Beschwerden und Fragen an. Gerne komme ich auch als Redner zu Ihnen, wenn Sie einen Abend oder eine Veranstaltung zu naturheilkundlichen Themen gestalten möchten.

Ich freue mich auf Sie.

Uwe Lübbig

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